Cube-Blogging im Jahr 2013

Zwei Monate nachdem ich den Artikel Cube-Blogging 2012 veröffentlicht habe, ist nun auch das Jahr 2013 komplett hier in den neuen Blog übertragen worden (natürlich überarbeitet und nicht bloß rüberkopiert). Zwischendurch habe ich aber auch schon einmal alle Lösungs-Tutorials für die Seite Zauberwürfel-Lösungen übertragen. Deshalb hat es so lange gedauert, obwohl ich ziemlich viel daran weiterarbeite. Hier also die Artikel aus meinem zweiten Jahr als Zauberwürfel-Blogger, vor 9 Jahren: Weiterlesen

Wie viele Drehungen braucht eine Zauberwürfel-Lösung mindestens?

Im dritten Teil der Serie über Zahlen, Daten und Fakten zum Zauberwürfel geht es diesmal um optimale Lösungen, also mit möglichst wenig Drehungen.

Außer dem „normalen“ Speedcubing, also dem Lösen des Zauberwürfels in wenigen Sekunden, gibt es auf offiziellen Wettbewerben auch die Disziplin FMC, was für „Fewest Move Count“ steht. Es geht also darum, einen (nach einer „Misch-Anleitung“, dem sogenannten „Scramble“) verdrehten Zauberwürfel mit möglichst wenigen Drehungen zu lösen. Dafür haben die Teilnehmer eine ganze Stunde Zeit, um mit Papier und Stift und mehreren Cubes, sowie ziemlich viel Theorie und Techniken im Kopf, eine möglichst kurze Lösung zu finden. Die 100 besten Teilnehmer weltweit schaffen durchschnittlich Lösungen zwischen 21 und 28 Zügen. Ein gutes Dutzend FMC-Teilnehmer hat auch schon in Einzelfällen Lösungen unter 20 Zügen gefunden.

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Nochmal 2 Side PLL Recognition

Gut 2 Jahre sind vergangen, seit ich schonmal eine Einführung zur 2 Side PLL Recognition, also zum Erkennen von Perms ausschließlich von 2 Seiten geschrieben habe. Auch die 21 Perms habe ich damals mit Abbildungen jeweils aller 4 Ansichten des oberen Layers gezeigt. Nun wird es Zeit quasi für den Versuch einer konkreten Strategie, wie man den richtigen Perm trotz aller Ähnlichkeiten ermitteln kann.

Wenn man zur Unterscheidung zunächst auf die Ecken achtet, ergeben sich 3 Grundtypen:

Gruppe 1: Alle Ecken stehen korrekt. Man sieht also rechts und links immer zwei gleiche Ecken-Farben. In dieser Gruppe befinden sich folgende 4 Perms:
H-Perm, Ua-Perm, Ub-Perm, Z-Perm

Gruppe 2: Zwei gegenüberliegende Ecken sind diagonal vertauscht. Man sieht auf beiden Seiten, dass die Ecken jeweils Gegenfarben tragen (Opposite Colors, im Folgenden oft OC genannt). Im Beispielbild sieht man links die Gegenfarben grün und blau, sowie rechts die Gegenfarben orange und rot. Diese Gruppe umfasst folgende 5 Perms:
E-Perm, Na-Perm, Nb-Perm, V-Perm, Y-Perm

Gruppe 3: Zwei benachbarte Ecken sind vertauscht. Man sieht entweder nur eine Seite mit korrekten Ecken (orange im Beispiel links), oder nur eine Seite mit OC zeigenden Ecken (grün+blau im Beispiel rechts). Die jeweils andere Seite des Cubes zeigt Ecken mit benachbarten Farben (Adjacent Colors), also nicht OC, sondern AC (blau+rot in beiden Beispielbildern). Mit 12 Perms ist diese Gruppe größer als die beiden ersten Gruppen zusammen:
Aa-Perm, Ab-Perm, F-PermGa-Perm, Gb-Perm, Gc-Perm, Gd-Perm,
Ja-Perm (L-Perm), Jb-Perm (J-Perm), Ra-Perm, Rb-Perm, T-Perm

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Freshcuber-Podcast, Folge 19

Episode 19 des Freshcuber-Podcasts ist Anfang September erschienen. Diesmal eine Kurzfolge aus der Zukunft:

  • Cubing-News (von 2069): Spielstände der Cubing-Vereine in der Blue-Cow-Liga. Auslosungen der kommenden Wettkämpfe in der zweiten Liga.
  • Meet the Speed: Willem Klose im Gespräch mit Feliks Gerber.
  • Cubing-ABC: Buchstabe R wie Rubik. So hieß einmal eine Zauberwürfel-Firma, die bis zur ersten WM 1982 die besten Cubes der Welt produzierte.
  • Gregulator: WCA-Regeln 217p18 und 217p19: In welchen Ausnahmefällen sind analoge Cubes ohne Elektronik noch zu Competitions zugelassen? Was ist beim Ausfall des Drahtlosfunks während einer Competition in der Blue-Cow-Liga zu beachten?
  • German Nationals: Mit 102 Jahren erlangt der Freshcuber Roland Frisch seinen ersten Podiumsplatz beim 3×3 in der Gruppe der über 80-jährigen, mit 92,42 Sekunden Average of 12.

Viel Spaß 🙂

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(Mein Weg zu) Full-OLL

Seit 2016 mache ich inzwischen meine Langsam-Version von SpeedCubing 🙂 bei der ich statt aller 57 OLL-Algorithmen nur die oben abgebildeten 7 anwende, indem ich zunächst das „gelbe Kreuz“ mache und dann den übrig bleibenden Cross Case (2-Look OLL). Und ich finde, es wird nun Zeit, endlich mal etwas regelmäßiger unter 20 Sekunden zu landen. Also werde ich allmählich Richtung Full OLL marschieren. Sind ja „nur“ 50 neue Algorithmen zu lernen. 😉

Schnellnavigation:
OLL 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40
41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57

Insgesamt gibt es also 57 OLL-Cases, die man in verschiedene Gruppen einteilen kann.

  1. Alle Kanten korrekt orientiert (Cross Cases, 2-Look OLL)
    OLL 21 22 27 26 23 24 25
  2. T-Shapes
    OLL 45 33
  3. Keine Kante korrekt orientiert (Dot Cases)
    OLL 01 02 03 04 20 17 18 19
  4. P-Shapes
    OLL 31 32 43 44
  5. Quadrate (Squares)
    OLL 05 06
  6. C-Shapes
    OLL 34 46
  7. W-Shapes
    OLL 36 38
  8. Alle Ecken korrekt orientiert
    OLL 28 57
  9. I-Shapes
    OLL 55 56 51 52
  10. Fische (Fish Shapes)
    OLL 09 10 35 37
  11. Springer (Knight Move Shapes)
    OLL 13 14 15 16
  12. Krumme Nasen (Awkward Shapes)
    OLL 29 30 41 42
  13. Winkel (L-Shapes)
    OLL 47 48 49 50 53 54
  14. Kleine und große Blitze (Lightning Bolts)
    OLL 07 08 11 12 39 40

Meine persönliche Meinung ist, dass man mit Full-OLL nicht zu früh anfangen sollte. Man muss 50 weitere Algos so gut können, dass sie schneller ausgeführt werden können als 1-2mal FRUR’U’F‘ o.Ä. plus den entsprechenden 2-Look-Fall. Wenn man erst einige Sekunden braucht, um herauszufinden, welcher der 57 Cases gerade dran ist, und diesen dann langsam ausführt, weil er noch nicht so gut läuft, dann tut man wohl besser daran, erst einmal das „gelbe Kreuz“ zu machen und dann nur noch aus 7 Fällen den richtigen zu finden. Und da man diese 7 dann häufiger übt, werden sie auch schneller schneller.

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Speedcubing lernen

Auf der Seite Speedcubing habe ich wieder einen neuen Unterabschnitt ergänzt. Wenn nötig, werde ich den Artikel dort ändern bzw. ergänzen. Hier ist sozusagen die Ursprungsfassung von 2019 (bis auf die aktualisierten Links, die nun in den neuen Blog zeigen):

Speedcubing lernen

Mit einer Portion Fleiß und Durchhaltewillen kann quasi jeder zum Speedcuber werden. Meine Empfehlung: Zunächst eine gute Anfängerlösung lernen, die nicht überfordert, und die so ausgelegt ist, dass man von dort in kleinen Schritten recht einfach auf eine Speedcubing-Methode wechseln kann. Das leistet natürlich meine hier im Freshcuber-Blog gezeigte Anfängermethode.

Wenn man mit einer solchen Anfängerlösung den Zauberwürfel Ebene für Ebene in ca. 60 bis 90 Sekunden lösen kann, und man Lust verspürt, noch schneller zu werden, empfiehlt sich der Umstieg auf eine Speedcubing-Methode.

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Twisty Timer für Android, neues Update

Als ich heute morgen nach dem Aufwach-Husten meine grippalen Augenschlitze über das Handy mühte, sah ich, dass sich das Icon einer meiner wichtigsten Apps geändert hatte. Und tatsächlich: Die App Twisty Timer, mit der ich meine slowen Speedcubing-Zeiten stoppe, hat über Nacht ein gründliches Update erhalten.

Links seht Ihr die alte Darstellung, rechts die neue. Zwar sieht die alte m.E. etwas schöner aus, aber praktischer ist eindeutig die neue Version. Zum Einen sind die Scrambles jetzt besser lesbar. Insbesondere die Primes für Drehungen gegen den Uhrzeigersinn heben sich auf dem weißen Hintergrund besser ab. Auch kann man jetzt eigene Scrambles eingeben. Sehr schön!

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München und Mannheim

Diesen Monat war ich auf 2 Speedcubing-Competitions, und ich möchte hier ein wenig von meinen Erlebnissen und Eindrücken schildern.

German Nationals in Unterhaching bei München

Es waren meine dritten Deutschen Meisterschaften. Nach 2mal Köln war die Reise diesmal etwas länger. Da ich Freitag keinen Urlaub bekommen hatte, Hinfahrt über Nacht mit dem ICE. Leider nur ca. 3mal 20 Minuten Schlaf.

Erstes Event: Rubik’s Clock am Samstag um 8:45h. Ich konnte kaum die Zeiger sehen. Außerdem hatten sich bei meiner China-Clock die Pins inzwischen so gelockert, dass ich doch meine original Rubik’s Clock nehmen musste – obwohl deren Zahnräder irgendwie unpräzise laufen.

So habe ich den ersten Versuch glatt versemmelt, also DNF (Did Not Finish, also ungelöst). Ich war so durch den Wind, dass ich die Clock selbst nicht mehr richtig bekam für den zweiten Versuch. Mein Judge hat mir geholfen. Dankeschön.

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CFOP (Fridrich-Methode): Alle Perms aktualisiert

[Alle Perms] [A-Perm 1 und 2, E-Perm] [U-Perm 1 und 2, H-Perm, Z-Perm]
[T-Perm, J-Perm und L-Perm, R-Perm 1 und 2, F-Perm]
[V-Perm, Y-Perm, N-Perm 1 und 2] [G-Perm A und B und C und D]

Die Überarbeitung der Perms ist abgeschlossen.

Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen, außer in zehntausenden euphorischen Kommentaren unter dem Artikel. 🙂

Dieser Artikel erschien zuerst am 25. September 2018 auf freshcuber.de. Dass die PLL-Artikel allesamt gründlich überarbeitet wurden, sieht man aber nicht auf den ersten Blick, weil sie hier im neuen Blog unter den alten Datumsangaben der Erstveröffentlichung (2013) erschienen sind.