(Mein Weg zu) Full-OLL

Seit 2016 mache ich inzwischen meine Langsam-Version von SpeedCubing 🙂 bei der ich statt aller 57 OLL-Algorithmen nur die oben abgebildeten 7 anwende, indem ich zunächst das „gelbe Kreuz“ mache und dann den übrig bleibenden Cross Case (2-Look OLL). Und ich finde, es wird nun Zeit, endlich mal etwas regelmäßiger unter 20 Sekunden zu landen. Also werde ich allmählich Richtung Full OLL marschieren. Sind ja „nur“ 50 neue Algorithmen zu lernen. 😉

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OLL 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40
41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57

Insgesamt gibt es also 57 OLL-Cases, die man in verschiedene Gruppen einteilen kann.

  1. Alle Kanten korrekt orientiert (Cross Cases, 2-Look OLL)
    OLL 21 22 27 26 23 24 25
  2. T-Shapes
    OLL 45 33
  3. Keine Kante korrekt orientiert (Dot Cases)
    OLL 01 02 03 04 20 17 18 19
  4. P-Shapes
    OLL 31 32 43 44
  5. Quadrate (Squares)
    OLL 05 06
  6. C-Shapes
    OLL 34 46
  7. W-Shapes
    OLL 36 38
  8. Alle Ecken korrekt orientiert
    OLL 28 57
  9. I-Shapes
    OLL 55 56 51 52
  10. Fische (Fish Shapes)
    OLL 09 10 35 37
  11. Springer (Knight Move Shapes)
    OLL 13 14 15 16
  12. Krumme Nasen (Awkward Shapes)
    OLL 29 30 41 42
  13. Winkel (L-Shapes)
    OLL 47 48 49 50 53 54
  14. Kleine und große Blitze (Lightning Bolts)
    OLL 07 08 11 12 39 40

Meine persönliche Meinung ist, dass man mit Full-OLL nicht zu früh anfangen sollte. Man muss 50 weitere Algos so gut können, dass sie schneller ausgeführt werden können als 1-2mal FRUR’U’F‘ o.Ä. plus den entsprechenden 2-Look-Fall. Wenn man erst einige Sekunden braucht, um herauszufinden, welcher der 57 Cases gerade dran ist, und diesen dann langsam ausführt, weil er noch nicht so gut läuft, dann tut man wohl besser daran, erst einmal das „gelbe Kreuz“ zu machen und dann nur noch aus 7 Fällen den richtigen zu finden. Und da man diese 7 dann häufiger übt, werden sie auch schneller schneller.

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Speedcubing lernen

Auf der Seite Speedcubing habe ich wieder einen neuen Unterabschnitt ergänzt. Wenn nötig, werde ich den Artikel dort ändern bzw. ergänzen. Hier ist sozusagen die Ursprungsfassung von 2019 (bis auf die aktualisierten Links, die nun in den neuen Blog zeigen):

Speedcubing lernen

Mit einer Portion Fleiß und Durchhaltewillen kann quasi jeder zum Speedcuber werden. Meine Empfehlung: Zunächst eine gute Anfängerlösung lernen, die nicht überfordert, und die so ausgelegt ist, dass man von dort in kleinen Schritten recht einfach auf eine Speedcubing-Methode wechseln kann. Das leistet natürlich meine hier im Freshcuber-Blog gezeigte Anfängermethode.

Wenn man mit einer solchen Anfängerlösung den Zauberwürfel Ebene für Ebene in ca. 60 bis 90 Sekunden lösen kann, und man Lust verspürt, noch schneller zu werden, empfiehlt sich der Umstieg auf eine Speedcubing-Methode.

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Twisty Timer für Android, neues Update

Als ich heute morgen nach dem Aufwach-Husten meine grippalen Augenschlitze über das Handy mühte, sah ich, dass sich das Icon einer meiner wichtigsten Apps geändert hatte. Und tatsächlich: Die App Twisty Timer, mit der ich meine slowen Speedcubing-Zeiten stoppe, hat über Nacht ein gründliches Update erhalten.

Links seht Ihr die alte Darstellung, rechts die neue. Zwar sieht die alte m.E. etwas schöner aus, aber praktischer ist eindeutig die neue Version. Zum Einen sind die Scrambles jetzt besser lesbar. Insbesondere die Primes für Drehungen gegen den Uhrzeigersinn heben sich auf dem weißen Hintergrund besser ab. Auch kann man jetzt eigene Scrambles eingeben. Sehr schön!

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3×3-Zauberwürfel lösen

Es gibt nun eine Übersicht über alle Freshcuber-Artikel, die sich mit der Lösung des klassischen 3×3-Zauberwürfels befassen. Anfängerlösung, CFOP, alle Perms, Spickzettel, Video, etc.

Ihr findet die Übersicht ganz einfach, wenn Ihr freshcuber.wordpress.com/3×3 im Browser eingebt. Oder oben per Klick in der Menüleiste als Unterpunkt im Menü Zauberwürfel-Lösungen. Oder rechts in der Spalte unter Seiten.

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100 Solves auf einen Streich

Nun habe ich es tatsächlich probiert und hintereinander 100 mal den Zauberwürfel gelöst. Nur mit kurzen Unterbrechungen zum Telefonieren oder Beantworten einer WhatsApp.

Und damit es eine größere Herausforderung wurde, habe ich die 100 Solves einhändig gemacht. Was soll man sonst mit den ersten 3 Stunden Zugfahrt anfangen? 😉

Noch vor wenigen Monaten bekam ich beim einhändigen Cuben nach ein paar Solves schon Schmerzen in der linken Hand. So konnte ich einhändig nur mit meinem selbst magnetisierten 50mm Cube üben. Täglich 10 one-handed Solves mache ich seitdem. Und vor einigen Wochen habe ich gemerkt, dass es jetzt auch mit einem normal großen 57mm-Cube geht, wenn auch nicht wirklich bequem. Nun aber gibt es den wunderbaren GAN 354 M, bei dem relativ starke Magneten bei der Ausrichtung der Drehungen helfen und der 54mm groß ist. Die ideale Zwischengröße zwischen dem etwas zu kleinen und dem etwas zu großen Cube. Dazu hochwertig konstruiert und perfekt verarbeitet; der beste Speedcube, den ich je hatte (Stand 2018).

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Schnelle Lösung für den 2x2x2 Pocket Cube (Ortega Methode)

Als ich 2012 wieder mit dem Zauberwürfeln begann, habe ich den 2×2-Zauberwürfel, den Rubik’s auch „Pocket Cube“ nennt, zunächst mit der Anfängerlösung des 3x3x3 gelöst. Die größeren Würfel haben mich erst einmal mehr interessiert als dieser Winzling mit lediglich 8 Steinen. Ich konnte ihn irgendwie lösen, und das reichte mir zunächst.

Wie jeder Würfel hat der 2×2 Cube 8 Ecken, aber er hat keine Kantensteine. Daher kann man sämtliche Schritte der 3×3-Methode, die sich um Kanten kümmern, auslassen. Man kann also ohne „weißes Kreuz“ direkt mit den weißen Ecken beginnen. Stehen sie richtig, hat man die untere Hälfte bereits geschafft.

Eine mittlere Ebene gibt es auch nicht. Nun also nur noch die gelben Ecken wenden und sortieren. Fertig ist der 2×2, wenn auch nicht besonders schnell. Weiterlesen

CFOP Speedcubing-Tutorial: Einführung und Cross

CFOP-Methode: [Einführung und Cross] [F2L]
[OLL] [PLL-Einführung] [PLL, alle Perms]

Die CFOP-Methode ist die verbreitetste Fortgeschrittenen-Lösung für den Zauberwürfel. Sie wird auch manchmal noch Fridrich-Methode genannt – nach Jessica Fridrich, die sie zwar nicht erfunden, aber durch ihre Website im frühen Internet maßgeblich zu ihrer Verbreitung beigetragen hat.

Man kann mit CFOP – entsprechendes Training und jugendliche Fingerfertigkeit vorausgesetzt – Zeiten unter 8-10 Sekunden erreichen, wenn man einen guten Speedcube verwendet. Und man kann damit zu Ruhm und Ehre in der Speedcuber-Szene gelangen. Man kann sie aber auch – wie ich – nutzen, um von Zeiten rund um 1 Minute auf Zeiten im Bereich von ca. 25-30 Sekunden zu kommen, ohne unendlich viel üben zu müssen. Und ohne sämtliche Algorithmen lernen zu müssen, die die richtig schnellen Speedcuber verwenden. Es lohnt sich also nicht nur für sportlich Ambitionierte, sondern auch für Normalo-Würfler, die ihre eigenen Zeiten verbessern möchten. Weiterlesen

Mein Spickzettel: OLL-Vorbereitungszüge

Nachdem ich neulich im Artikel für OLL die verschiedenen Züge vorgestellt habe, mit denen man aus dem „gelben Kreuz“ eine „gelbe Fläche“ erzeugen kann (2-Look-OLL genannt), gibt es hier noch ein paar Hilfestellungen zum Lernen dieser 7 Zugfolgen mit den wunderschönen Namen Sune, Anti-Sune, Headlights, Chameleon, Blinker, Car und Bowtie.

Zum Einen werde ich hier die Vorbereitungszüge zeigen, mit denen man einen gelösten Würfel in die jeweilige Situation versetzen kann. Ferner gibt es die jeweilge Anzahl der Wiederholungen der Zugfolge, die es braucht, bis der Würfel wieder im Ursprungszustand ist (Roundtrips). Und als Extra-Highlight gibt es für die 5 letztgenannten Zugfolgen jeweils eine Möglichkeit, wie man sie nur mit Sune und L-Sune (Anti-Sune) lösen kann, falls man die jeweilige Zugfolge noch nicht auswendig kann. Sune ist ja bereits von der Anfängermethode bekannt, und L-Sune ist lediglich die gespiegelte Version (oder Rückwärts-Version) davon. Weiterlesen

CFOP Speedcubing-Tutorial: OLL (Orientieren der Oberseite)

CFOP-Methode: [Einführung und Cross] [F2L]
[OLL] [PLL-Einführung] [PLL, alle Perms]

Nachdem ich im vergangenen Artikel gezeigt habe, wie man als Zauberwürfel-Anfänger auf den unteren beiden Ebenen den ersten Schritt zum SpeedCuber machen kann (F2L), geht es jetzt her weiter mit der (gelben) Oberseite des Cubes, denn auch da gibt es einiges zu optimieren. Bei der CFOP-Methode (Cross, F2L, OLL, PLL), werden nach Fertigstellung der ersten beiden Ebenen im nächsten Schritt die Steine der dritten Ebene so orientiert, dass die Oberseite einfarbig erscheint. Dies nennt man OLL, Orientation of the Last Layer, also Ausrichtung der letzten Ebene. Weiterlesen