Nochmal 2 Side PLL Recognition

Gut 2 Jahre sind vergangen, seit ich schonmal eine Einführung zur 2 Side PLL Recognition, also zum Erkennen von Perms ausschließlich von 2 Seiten geschrieben habe. Auch die 21 Perms habe ich damals mit Abbildungen jeweils aller 4 Ansichten des oberen Layers gezeigt. Nun wird es Zeit quasi für den Versuch einer konkreten Strategie, wie man den richtigen Perm trotz aller Ähnlichkeiten ermitteln kann.

Wenn man zur Unterscheidung zunächst auf die Ecken achtet, ergeben sich 3 Grundtypen:

Gruppe 1: Alle Ecken stehen korrekt. Man sieht also rechts und links immer zwei gleiche Ecken-Farben. In dieser Gruppe befinden sich folgende 4 Perms:
H-Perm, Ua-Perm, Ub-Perm, Z-Perm

Gruppe 2: Zwei gegenüberliegende Ecken sind diagonal vertauscht. Man sieht auf beiden Seiten, dass die Ecken jeweils Gegenfarben tragen (Opposite Colors, im Folgenden oft OC genannt). Im Beispielbild sieht man links die Gegenfarben grün und blau, sowie rechts die Gegenfarben orange und rot. Diese Gruppe umfasst folgende 5 Perms:
E-Perm, Na-Perm, Nb-Perm, V-Perm, Y-Perm

Gruppe 3: Zwei benachbarte Ecken sind vertauscht. Man sieht entweder nur eine Seite mit korrekten Ecken (orange im Beispiel links), oder nur eine Seite mit OC zeigenden Ecken (grün+blau im Beispiel rechts). Die jeweils andere Seite des Cubes zeigt Ecken mit benachbarten Farben (Adjacent Colors), also nicht OC, sondern AC (blau+rot in beiden Beispielbildern). Mit 12 Perms ist diese Gruppe größer als die beiden ersten Gruppen zusammen:
Aa-Perm, Ab-Perm, F-PermGa-Perm, Gb-Perm, Gc-Perm, Gd-Perm,
Ja-Perm (L-Perm), Jb-Perm (J-Perm), Ra-Perm, Rb-Perm, T-Perm

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Speedcubing lernen

Auf der Seite Speedcubing habe ich wieder einen neuen Unterabschnitt ergänzt. Wenn nötig, werde ich den Artikel dort ändern bzw. ergänzen. Hier ist sozusagen die Ursprungsfassung von 2019 (bis auf die aktualisierten Links, die nun in den neuen Blog zeigen):

Speedcubing lernen

Mit einer Portion Fleiß und Durchhaltewillen kann quasi jeder zum Speedcuber werden. Meine Empfehlung: Zunächst eine gute Anfängerlösung lernen, die nicht überfordert, und die so ausgelegt ist, dass man von dort in kleinen Schritten recht einfach auf eine Speedcubing-Methode wechseln kann. Das leistet natürlich meine hier im Freshcuber-Blog gezeigte Anfängermethode.

Wenn man mit einer solchen Anfängerlösung den Zauberwürfel Ebene für Ebene in ca. 60 bis 90 Sekunden lösen kann, und man Lust verspürt, noch schneller zu werden, empfiehlt sich der Umstieg auf eine Speedcubing-Methode.

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Twisty Timer für Android, neues Update

Als ich heute morgen nach dem Aufwach-Husten meine grippalen Augenschlitze über das Handy mühte, sah ich, dass sich das Icon einer meiner wichtigsten Apps geändert hatte. Und tatsächlich: Die App Twisty Timer, mit der ich meine slowen Speedcubing-Zeiten stoppe, hat über Nacht ein gründliches Update erhalten.

Links seht Ihr die alte Darstellung, rechts die neue. Zwar sieht die alte m.E. etwas schöner aus, aber praktischer ist eindeutig die neue Version. Zum Einen sind die Scrambles jetzt besser lesbar. Insbesondere die Primes für Drehungen gegen den Uhrzeigersinn heben sich auf dem weißen Hintergrund besser ab. Auch kann man jetzt eigene Scrambles eingeben. Sehr schön!

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PLL-Erkennung von 2 Seiten – eine Einführung

Nachdem ich nun sämtliche Perms überarbeitet habe, beschäftigt mich noch ein weiterer interessanter Aspekt daran: Wie kann man diese möglichst schnell erkennen, ohne dafür den ganzen Würfel drehen zu müssen und die U-Seite entsprechend auszurichten? Das ist das Thema der „2-Side PLL Recognition“, also der Erkennung des passenden Perms nur durch das Betrachten von 2 Kanten der Oberseite. Hier in diesem Artikel versuche ich, einen sanften Einstieg in dieses nicht ganz triviale Thema zu präsentieren.

Die Ecken

Zunächst ist es ganz hilfreich, sich nur auf die Ecken der Oberseite zu konzentrieren und sich zu fragen: Stehen sie schon korrekt, oder sind 2 benachbarte Ecken vertauscht, oder zwei diagonal gegenüberstehende?

Alle Ecken gelöst

Der Fall, dass die Ecken komplett richtig sind, ist kinderleicht zu erkennen. Man sieht ja immer eine Ecke komplett und die beiden angrenzenden teilweise. Wenn deren Farben zu der vorderen Ecke passen, dann kann auch die vierte Ecke hinten nicht falsch stehen.

Zwei benachbarte Ecken gelöst

Wenn zwei benachbarte Ecken gelöst sind, die beiden anderen also noch getauscht werden müssen (beispielsweise beim T-Perm, F-Perm oder beim J-Perm), dann sieht es je nach Betrachtungswinkel schon recht unterschiedlich aus. Ich zeige einen solchen Würfel mal in allen 4 Lagen, jeweils mit einer U-Drehung (oder X-Drehung) weiter gedreht:

Der erste und letzte Fall sind einfach: Wenn man nur auf einer Seite zwei gleichfarbige Ecken sieht („Headlights“), dann sind die anderen beiden logischerweise vertauscht.

Etwas schwieriger sind die beiden mittleren Fälle: Man sieht auf einer Seite zwei Ecken mit den Gegenfarben (also den Farben, die auf dem gelösten Würfel gegenüber gehören, hier also grün und blau). Die andere sichtbare Seite hat keine Gegenfarben. Die „Headlights“, also die beiden passenden Ecken, stehen auf der Seite, die den Gegenfarben gegenüber liegt.

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3×3-Zauberwürfel lösen

Es gibt nun eine Übersicht über alle Freshcuber-Artikel, die sich mit der Lösung des klassischen 3×3-Zauberwürfels befassen. Anfängerlösung, CFOP, alle Perms, Spickzettel, Video, etc.

Ihr findet die Übersicht ganz einfach, wenn Ihr freshcuber.wordpress.com/3×3 im Browser eingebt. Oder oben per Klick in der Menüleiste als Unterpunkt im Menü Zauberwürfel-Lösungen. Oder rechts in der Spalte unter Seiten.

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100 Solves auf einen Streich

Nun habe ich es tatsächlich probiert und hintereinander 100 mal den Zauberwürfel gelöst. Nur mit kurzen Unterbrechungen zum Telefonieren oder Beantworten einer WhatsApp.

Und damit es eine größere Herausforderung wurde, habe ich die 100 Solves einhändig gemacht. Was soll man sonst mit den ersten 3 Stunden Zugfahrt anfangen? 😉

Noch vor wenigen Monaten bekam ich beim einhändigen Cuben nach ein paar Solves schon Schmerzen in der linken Hand. So konnte ich einhändig nur mit meinem selbst magnetisierten 50mm Cube üben. Täglich 10 one-handed Solves mache ich seitdem. Und vor einigen Wochen habe ich gemerkt, dass es jetzt auch mit einem normal großen 57mm-Cube geht, wenn auch nicht wirklich bequem. Nun aber gibt es den wunderbaren GAN 354 M, bei dem relativ starke Magneten bei der Ausrichtung der Drehungen helfen und der 54mm groß ist. Die ideale Zwischengröße zwischen dem etwas zu kleinen und dem etwas zu großen Cube. Dazu hochwertig konstruiert und perfekt verarbeitet; der beste Speedcube, den ich je hatte (Stand 2018).

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Neuer Perm entdeckt: Der O-Perm

Speedcuber, die die weit verbreitete Fridrich-Methode (CFOP) verwenden, haben beim letzten Lösungsschritt, PLL, bisher 21 Perms unterschieden. Manche tauschen mehrere Ecken der letzten Ebene, andere mehrere Kanten, wieder andere tauschen diverse Ecken und Kanten. Sie wurden ja ausführlich hier im Blog vorgestellt – 2 A-Perms, E-Perm, 2 U-Perms, H-Perm, Z-Perm, T-Perm, J- und L-Perm, 2 R-Perms, F-Perm, V-Perm, Y-Perm, 2 N-Perms und 4 G-Perms:



Seit vielen Jahren wird die CFOP-Methode mit ihren 21 Perms verwendet, aber nun ist eine Sensation aufgetreten: Es gibt einen neuen Perm, den 22. Perm, genannt O-Perm. Offenbar wird er nur sehr selten benötigt, denn sonst wäre er wohl schon vorher aufgefallen.

Wie die Abbildung zeigt, tauscht der O-Perm 4 Ecken im Uhrzeigersinn und 4 Kanten ebenfalls im Uhrzeigersinn. Mit etwas Phantasie kann man in dieser Anordnung ein großes O erkennen; daher der Name.

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Zauberwürfel-Anfängerlösung: Ecken intuitiv tauschen

Hier wieder ein älterer Artikel aus dem alten Blog von November 2016. Aber noch immer hochaktuell. Wie ich finde, die beste Version einer Anfängermethode, möglichst intuitiv und ohne viele Algorithmen.

Wichtig: Das Video hier ist nur als Erklärung für den Umstieg von der alten auf die neue Anfängermethode gedacht. Das Ganze wird relativ schnell erklärt, weil es sich ja an Leute richtet, die den Zauberwürfel schon lösen können.

Besser zu lernen für Neulinge ist es in Teil 3 der Zauberwürfel-Anfängerlösung.

Nach langer Zeit gibt es endlich mal wieder ein paar Videos. Das erste ist hier zu finden. Es befasst sich mit einer guten Alternative für die letzten beiden Lösungsschritte auf der letzten Ebene meiner Zauberwürfel-Anfängerlösung. Diese neue Variante hat die Anfängerlösung stark verbessert und sie ist das, was ich seitdem auch in Workshops und bei allen Erklärungen hier im Blog verwende. Ein Wendepunkt, der durch das untenstehende Video eingeleitet wurde. Man spart sich damit Züge wie „Rulu-Rulu“, hat also weniger Lernaufwand. Und nebenbei kann man den folgenden Trick auch gebrauchen, wenn man gerade den passenden A-Perm oder E-Perm nicht auswendig kann. Schaut selbst, wie einfach es geht, 3 oder 4 Ecken der obersten Ebene zu tauschen: Weiterlesen

CFOP Speedcubing-Tutorial: Einführung und Cross

CFOP-Methode: [Einführung und Cross] [F2L]
[OLL] [PLL-Einführung] [PLL, alle Perms]

Die CFOP-Methode ist die verbreitetste Fortgeschrittenen-Lösung für den Zauberwürfel. Sie wird auch manchmal noch Fridrich-Methode genannt – nach Jessica Fridrich, die sie zwar nicht erfunden, aber durch ihre Website im frühen Internet maßgeblich zu ihrer Verbreitung beigetragen hat.

Man kann mit CFOP – entsprechendes Training und jugendliche Fingerfertigkeit vorausgesetzt – Zeiten unter 8-10 Sekunden erreichen, wenn man einen guten Speedcube verwendet. Und man kann damit zu Ruhm und Ehre in der Speedcuber-Szene gelangen. Man kann sie aber auch – wie ich – nutzen, um von Zeiten rund um 1 Minute auf Zeiten im Bereich von ca. 25-30 Sekunden zu kommen, ohne unendlich viel üben zu müssen. Und ohne sämtliche Algorithmen lernen zu müssen, die die richtig schnellen Speedcuber verwenden. Es lohnt sich also nicht nur für sportlich Ambitionierte, sondern auch für Normalo-Würfler, die ihre eigenen Zeiten verbessern möchten. Weiterlesen