Mein erster Transrapid-Cube

Wer erinnert sich noch an die Magnetschwebebahn Transrapid? Faszinierende Technologie, überzeugende Leistungen, und trotzdem war es hierzulande wohl eher ein Flop. Schade, dass sich der „Magnetic Levitation Train“ nicht durchgesetzt hat. Aber nun gibt es auch Magnetschwebe-Cubes. Top oder Flop?

Um das herauszufinden, habe ich mir einen solchen „MagLev“-Cube bestellt. Statt Federn unter den Centerkappen gibt es dort Ringmagnete, die sich gegenseitig abstoßen und so die Federkraft ersetzen.

Zunächst dachte ich, dies sei den richtig teuren Cubes vorbehalten, aber dann sah ich bei ZiiCube den MoYu RS3M MagLev für unter 6 Euro (plus Versand und VAT), und so konnte ich nicht widerstehen. Wer ihn sich allein bestellt, bezahlt etwa knapp 12 Euro, aber der Versandanteil sinkt natürlich, wenn man sich noch paar andere Cubes ebenfalls in den Warenkorb legt.

Mittlerweile bekommt man den MoYu RS3M Maglev 2021 auch bei EuroCubes für ca. 15 Euro plus Versand innerhalb Deutschland. Wenn Ihr den Rabattcode von unserer Cubingfreunde-Autorin Elisa verwendet, gibts außerdem 5% Rabatt bei EuroCubes.

Den Packungs-Inhalt seht Ihr rechts auf dem Foto. Außer dem Cube selbst wird ein Ständer mitgeliefert, sowie eine „Accessories Box“, die eine Mini-Anleitung, einen kleinen Schraubenzieher und zwei Plastikteile enthält, die wohl die Werkzeuge zum Einstellen sind.

Damit habe ich mich aber bisher noch nicht befasst, sondern lieber einmal ausprobiert, wie sich der Cube so „out of the Box“ anfühlt. Und ich (als grauhaariger 25-Sekunden-Cuber) muss sagen, dass er mir recht gut gefällt. Er ist recht „trocken“, weshalb er demnächst zwei Tröpfchen Lube erhält. Einen wirklichen Unterschied merke ich zum „normalen“ RS3M mit Federn eigentlich nicht. Aber wenn ich mit dem Zeigefinger teste, wie weit ich den oberen Layer mit einem kräftigen Flick drehen kann, schaffe ich mit dem gefederten Cube gut U2, während ich mit dem MagLev Cube meist U3 schaffe. Wenn ich an den Einstellungen rumdrehe, ist es aber vermutlich genau andersherum. 🙂

Der Blick auf den Karton zeigt, wie das MagLev-System funktioniert. In Echt sind die Magnete aber nicht blau und rot, sondern ganz normal metallisch. Das soll nur anzeigen, dass sie sich abstoßen. Naja, zumindest in meiner Grundschulzeit war es so, dass sich verschiedene Magnetpole angezogen haben…

Der „blaue“ Magnet sitzt im Betrieb also direkt am Schraubenkopf. Und der „rote“ Magnet erzeugt – wie sonst die Feder – den nötigen Druck auf den Centerstein, so dass er zwar nach außen bewegt werden kann, aber zurückfedert.

Vergleicht man die Kartons des normalen RS3M und des MagLev RS3M, so ist der Unterschied deutlich erkennbar. Die Cubes selber kann ich äußerlich nicht unterscheiden. Im Zweifel muss man halt reinschauen.

Mein Eindruck bisher: Riesig sind die Vorteile von MagLev wohl nicht. Immerhin wird es bei MagLev-Cubes kein „Spring Noise“ mehr geben – gerade MoYu ist mir in diesem Zusammenhang schon mehrfach dadurch aufgefallen, dass bestimmte Seiten ihrer Cubes Federgeräusche machen, was nicht gerade schön klingt (aber mit ein wenig Lube an der Schraube bzw. Feder abgestellt werden kann). Nachteile durch MagLev sind mir keine aufgefallen. Aber schneller als mit dem Flugzeug kommt man damit auch nicht als Hamburger zur nächsten Competition in München. Da wäre ein MagLev Train wohl praktischer. 😉

5 Gedanken zu “Mein erster Transrapid-Cube

  1. Das ist aber praktisch, vor 5 Tagen den gleichen bei EuroCubes bestellt und nun ein Artikel, da bin ich ja gespannt wenn ich ihn benutzen kann, da ich ihn erst zu Weihnachten bekommen werde. Das mit der Schmierung klingt interessant, mal sehen ob ich das gleiche Gefühl beim Drehen bekomme

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